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Liebe Berg- und Trekkingfreunde,
Mit diesem Newsletter melden wir uns kurz vor unserem Abflug am 03.04. von Frankfurt über Dubai nach Kathmandu.
Zusammen mit der Everest-Base-Camp Trekkinggruppe des Hubert-Schwarz-Zentrums fliegen wir nach einem 2-tägigen Aufenthalt in Kathmandu dann am 06.04. mit einem kleinen Flugzeug zum spektakulären Bergflughafen nach Lukla auf 2.860m. Von dort beginnt dann der rund 10-tägige Aufstieg bis zum Base Camp auf 5.400m. Wenn wir dieses erreicht haben, verlässt uns die Trekkinggruppe wieder, um unter Führung einer DAV-Bergführerin den Rückweg nach Lukla anzutreten bzw. um den 6.189m hohen Island Peak zu besteigen.
Im Base Camp stoßen Eberhard und ich dann zur Eco-Everest-Expedition 2012, die nach aktuellen Stand aus 15 Bergsteigern besteht: 7 Inder, 3 US-Amerikaner, 1 Tscheche, 1 Däne, 1 Georgier und wir beiden Deutsche. Begleitet werden wir von einer entsprechenden Anzahl Sherpas.
Unser Rückflug ist gebucht für Ankunft in Frankfurt (mit Etihad aus Dubai kommend) am 03.06.morgens gegen 07:00h.

Die Vorbereitungen der letzten Wochen

In den letzten Wochen standen im Mittelpunkt:
 
Ausrüstungsvervollständigung


Die Teile, die uns noch gefehlt haben, wurden bei Sport-Spezial, http://www.sport-spezial.de/ einem auf outdoor – Ausrüstung spezialisierten Geschäft hier in Aachen beschafft. Wichtige Teile dabei waren die besonders warmen North Face Daunenanzüge aus USA (Eberhard bezeichnet sie immer als „Strampler“) und unsere neuen, gut isolierten und  bequem zu tragenden deutschen Lowa-Bergstiefel.
 
Probleme bereiten uns die Gewichtslimits beim Fluggepäck, die wir weit überschreiten werden, denn jeder von uns hat etwa 40 kg Ausrüstung aufzugeben.
 
Zu unserer Ausrüstung gehört auch eine Go-Pro Hero 2 Video-Weitwinlkel-Kamera, die auf dem Helm oder an einem Brustgurt getragen wird. Davon erhoffen wir uns authentische Bilder speziell von besonderen Bergpassagen. Das Handling will geübt sein und unsere Tests während der letzten Trainingsläufe sind durchaus ansprechend.
 
Lange Läufe
Da es am Everest u.a. auch auf eine gute Konditionsgrundlage ankommt, haben wir in den letzten Wochen noch den einen oder anderen längeren Lauf so um die 30 km absolviert.
 

Dabei haben wir das hügelige Gelände rund um Aachen und den mit 323m höchsten Punkt der Niederlande, den wir häufig „besucht“ haben, zusammen mit einigen Querfeldein-Passagen gewählt (Foto vom 24.03.12). Dabei konnten wir auch unsere Trinksysteme testen.
 
Medizinische Untersuchungen
Nochmals haben wir ein Belastungs-EKG auf dem Fahrradergometer absolviert (Belastung bis 300W). Eine weitere Untersuchung mit dem Oberongerät zeigte eine gute Verfassung unserer Organe insbesondere auch im Hinblick auf die Mineralstoff- und Vitaminversorgung. Bei einer abschließenden Blutuntersuchung werden noch alle wichtigen Blutwerte kontrolliert.
 
Vorakklimatisation
Am 17.03. haben wir mit Unterstützung der Fa. Höhenbalance, Frechen/Köln mit der Vorakklimatisation begonnen. Durch das Einatmen sauerstoffreduzierter Luft aus entsprechenden Geräten gewöhnen wir unseren Körper allmählich an die natürlichen, sauerstoffreduzierten Verhältnisse am Mt.Everest. Ziel dieser Vorakklimatisation ist es, durch mitrochondrische Anpassungsvorgänge sowie einer Veränderung der anaeroben Energiebereitstellung Muskelwachstum und Energiebereitstellung durch den Fettstoffwechsel anzuregen.
Die Vorakklimatisation machen wir entweder einfach „passiv“ durch Einatmen sauerstoffreduzierter Luft für 1-2 Stunden/Tag oder durch Schlafen in einem Zelt, in dem der Luft-Sauerstoff reduziert ist oder durch ein aktives „Programm“ auf dem Fahrradergometer bei Zuführung sauerstoffreduzierter Luft über eine Maske.

Wir helfen mit, den Everest zu säubern

Das „ECO“ im Namen unserer Expedition steht für viele „Umweltaktivitäten“, insbesondere aber für 2 Besonderheiten: die weitgehende Nutzung erneuerbarer Energien und das Einsammeln von Müll.
Bei den erneuerbaren Energien geht es darum, dass wir bei der Stromerzeugung für die verschiedensten Kommunikationsgeräte weitgehend auf Solarstrom zurückgreifen, der über Solarpanels gewonnen wird. Gekocht wird mit Parabolkochern, Anlagen, díe die Sonnenstrahlen über einen Parabolspiegel bündeln und damit Wasser zum Kochen bringen (statt mit Kerosin- oder Gaskochern). Sogenannte Steripens werden benutzt, um Flüssigkeiten zu entkeimen.
Eine größere und wichtigere Aufgabe unserer Expedition ist es, sowohl die eigenen Abfälle aber insbesondere auch alte Abfälle früherer Expeditionen einzusammeln und vom Berg herunterzubringen. Dabei handelt es sich um leere Sauerstoffflaschen, Zeltreste, Verpackungsmaterialien, etc., die frühere Expeditionen in den letzten Jahrzehnten am Everest zurückgelassen haben. Unser Expeditionsveranstalter Asian Trekking führt diese Eco-Expeditionen schon seit 2008 durch und hat bisher bei 4 Expeditionen über 13 t Alt-Müll eingesammelt. Der Müll wird nach dem Einsammeln getrennt, Wertstoffe werden bis nach Kathmandu transportiert und dort verwertet. Nichtverwertbares wird in Namche Basar (3.200m) der regionalen Müllentsorgung übergeben.
Das Sammeln, Transportieren und Trennen wird überwiegend von Sherpas durchgeführt. Aber auch wir Bergsteiger beteiligen uns daran. Bei sogenannten Ruhetagen im Base Camp oder auf einem der Hochläger haben wir Zeit, den Sherpas beim Einsammeln zu helfen und auch beim Heruntertransportieren, wenn wir im Zuge des Akklimatisationsprozesses von den Hochlagern nach unten ins Base Camp absteigen.

Medienberichterstattung

Unsere Teilnahme an der Eco-Everest-Expedition 2012 hat zu einem lebhaften Medieninteresse geführt. Unsere Heimatzeitung, die im Zeitungsverlag Aachen erscheint und die unser Hauptmedienpartner ist, hat in mehreren ihrer Medien (Q2-Magazin, Aachener Volkszeitung / Nachrichten, AZ-web.de umfassend über das Projekt berichtet. Später folgten bzw. folgen BILD, FAZ, WAZ, WELT, Stuttgarter Nachrichten, Frau von heute, etc. Radiomäßig gab / gibt es Berichte/Interviews in Antenne-AC, (Foto vom 23.03.12)  Hitradio 100,5, HR 1 und im TV bei WDR-Fernsehen, Lokalzeit Aachen und in N24. Interview-Anfragen und Einladungen hatten wir von allen deutschen TV-Sendern, die wir aber alleine aus Zeitgründen nicht erfüllen konnten. Hieraus wird sich evtl. eine entsprechende Nachberichterstattung ergeben.
Das was bisher berichtet oder gesendet wurde, ist unter http://www.paul-thelen.de/presse1.html zu finden und wird dort laufend vervollständigt.

Blog von der Eco-Everest-Expedition 2012

Um all denjenigen, die unser Mt. Everest Abenteuer mit verfolgen wollen, die Möglichkeit dazu zu geben, haben wir einen mehr oder weniger regelmäßigen blog organisiert. Solange Eberhard und ich Zugang zum Internet haben, werden wir die bolgs, also kurze Nachrichten versenden. Wenn wir das Base Camp verlassen, wird der Base Camp Manager, Pertemba, ein übrigens legendärer mehrfacher Everest-Besteiger und Sherpa oder unser Expeditionschef, Dawa Steven Sherpa, die blogs absetzen. Sie gelangen vom Everest Base Camp entweder direkt oder über den Umweg Kathmandu zum Hubert-Schwarz-Zentrum nach Büchenbach und von dort werden sie an einen kleinen Verteilerkreis innerhalb Deutschlands versandt. Sie erscheinen dann auch unter www.Paul-Thelen.de , wo sie auf der 1.Seite oben in der Mitte angezeigt werden.

Wer sind unsere Partner?

Heute stellen wir Euch einen weiteren Partner vor, der noch kurz vor Abreise dazu gekommen ist:


 
Das Reiseunternehmen VAN HORN hat einen Kontakt zu meiner (Pauls) Heimatstadt Würselen in der Städteregion Aachen hergestellt mit dem Ergebnis, dass ich eine kleine Stadtfahne von Würselen mitnehme.
Verbunden damit war auch das Kennenlernen eines Paares, Vera Bergrath und Tom Prinz http://weltreize.net , die im Juli 2012 zu einer 1-jährigen Weltreise aufbrechen und dabei immer wieder Station machen, um bei Umweltprojekten mitzuarbeiten und/oder sich in Kinderprojekten/Schulen der Dritten Welt zu engagieren. Wir haben mit Vera & Tom vereinbart, dass wir später gemeinsame Vorträge/Aktionen veranstalten, um die Erfahrungen aus unseren unterschiedlichen Erlebnissen an andere weiterzugeben.
 
Bei Versand dieses newsletters sind es noch 7 Tage bis zu unserer Abreise. Wir bedanken uns bei allen, die uns bis hierhin unterstützt haben, hoffen, dass wir denjenigen, die mögen, eine einigermaßen funktionierende Kurzinformation über unser Everest-Abenteuer per blog über das Internet „liefern“ können und sagen
 
Namaste und auf Wiedersehen Anfang Juni
 
Aachen, den 28.03.2012

 
Eberhard Schaaf         Paul Thelen
 
 
P.S. wir bedanken uns bei allen, die uns mit guten Wünschen begleiten. Leider können wir nicht alle eingegangenen mails persönlich beantworten. VIELEN DANK

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