Schlußbemerkung

Noch ein Schluss-Kommentar am Tag nach der virtuellen 6-Stunden-Zeitfahr-WM.

 

Zu allererst ein herzliches Dankeschön für all eure Rückmeldungen und Anfeuerungen, die mir von Zeno immer zeitnah übermittelt wurden. Es ist Motivation und auch ein wenig positiver Druck gleichzeitig, wenn man weiß, dass es Freunde und Bekannte gibt, die so ein Rennen verfolgen.

 

Für mich selbst gab es einige learnings:

Es ist richtig, sich ein hohes Ziel zu setzen mit etwa 20% Risiko, es zu verfehlen. Nach dem inzwischen neuen aber immer noch vorläufigen Ergebnis waren es genau 1,88 km, die mir auf mein selbst gesetztes Ziel von 180km gefehlt haben. Also das persönliche Ziel zwar nicht erreicht, aber dennoch happy mit dem Ergebnis.

 

Bei einem so langen Rennen muß man mit Krisen rechnen. Bei mir war die Krise zwischen 5:00 Stunden und 5 Stunden 30. Ich mußte vom Rad, weil ich in beiden Beinen, Füßen und Händen gleichzeitig Krämpfe hatte, die keine Bewegungen mehr erlaubten. Aber aus Erfahrung weiß ich, das geht durch vorsichtiges Gehen und Magnesium-Gabe wieder vorbei. Nach etwa 10 Minuten konnte ich wieder aufs Rad und mit reduzierter Geschwindigkeit zuende fahren. Im Tief kann man sich irgendwie immer durchbeißen, denn es geht i.d.R. wieder vorbei, obwohl man sich das mitten im Tief kaum vorstellen kann - nach Hochs kommen Tiefs und danach wieder Hochs.

 

Weiteres learning: Ich habe in Stunde 3 und 4 zuwenig getrunken und ich glaube, das war neben dem hohen Dauer-Tempo auch ein Grund, der mit zu den Krämpfen geführt hat. Trotz aller Erfahrung nicht erst zu trinken, wenn der Durst kommt, gilt natürlich die alte Regel, proaktiv eine vorgegebene Flüssigkeitsmenge / Mineralien zu sich zu nehmen.

 

Unterm Strich. Es war in tolles Erlebnis mit dem noch inoffiziellen Ergebnis, von 178,12 km in 6 Stunden, dem 27. Gesamtplatz von allen 46 Startern und 1.Platz in der Altersklasse.